aktuelle Ausstellungen

20. März – 19. Juni 2022

Christa Schmid. Malerei

Mit einer Werkschau würdigt die Ausstellungsgemeinschaft „Kunst Raum Rottweil“, in der Stadt und Landkreis, Kreissparkasse und Forum Kunst Rottweil zusammenwirken, das künstlerische Schaffen der Malerin Christa Schmid, die im Jahr 2022 ihren 70. Geburtstag begeht.

Christa Schmid zählt zu den profilierten Vertreterinnen der Kunstszene am oberen Neckar. Die Künstlerin, die in Lauffen ob Rottweil (Gemeinde Deißlingen) lebt, hat an der Universität und an der Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart studiert. Neben ihrer Berufstätigkeit als Kunsterzieherin hat sie ihr malerisches Werk, das im Zeichen der Neuen Figuration steht, über Jahrzehnte hinweg kontinuierlich und konsequent weiterentwickelt. In ihrem Schaffen geht die Künstlerin vom Gegenstand aus. Ihre figurativen Bildschöpfungen setzen verschiedenste Motive – von Objets trouvés bis hin zu literarischen Reminiszenzen – malerisch in Szene. Durch virtuose Kunstgriffe lenkt sie das Auge und den Geist des Betrachters in einer „Wahrnehmungs- und Deutungsschlaufe“ (Andreas Pinczewski) auf komplexe Zusammenhänge, die hinter den Dingen stehen.

In der Werkschau sind ausgewählte Arbeiten aus früheren Schaffensphasen mit aktuellen Arbeiten vereint. Als „blauer Faden“ zieht sich ein gemalter Fluss durch den Ausstellungsraum. Referenzwerke von Dieter Krieg, Walter Stöhrer und Erich Mansen umreißen den stilgeschichtlichen Rahmen.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalogbuch mit einem Textbeitrag des Kunsthistorikers Andreas Pinczewski.

Schmid, Christa - Le rire des poètes - 2001

Christa Schmid, Le rire des poètes, Acryl auf Bütten, 2001.
Foto: Fritz Rapp, Rottweil

24. Juli – 30. Oktober 2022

Bildhauerzeichnungen der Gegenwart lll
Sammlung der Stadt Rottweil
Neuerwerbungen 2013 – 2022

Seit 1978 sammelt die Stadt Rottweil Zeichnungen von Bildhauern der Gegenwart. Es waren die Ausstellungen mit nationalen und internationalen Künstlerinnen und Künstlern im Forum Kunst, die eine solche Entscheidung nahelegten. Es war aber auch der Tatsache geschuldet, dass dreidimensionale Werke oder großformatige Gemälde den Geldbeutel der Stadt überfordert hätten. Dass dank der bewussten Beschränkung ein solitäres und unverwechselbares Sammlungsgut zusammen-getragen werden konnte, ist als großes Glück zu betrachten. Denn es gibt kaum eine städtische Sammlung, die sich so konzentriert einem Thema der Bildenden Kunst widmet. 1998 und 2012 wurden wesentliche Teile der Sammlung im Dominikanermuseum in Rottweil präsentiert und gleichzeitig Bestandskataloge erstellt. Seither sind weitere Arbeiten hinzugekommen, die zehn Jahre nach der letzten Ausstellung in diesem Jahr unter dem Titel „Neuerwerbungen 2012-2022“ der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Im Ganzen betrachtet lässt sich in dieser Rottweiler Sammlung exemplarisch ein nicht unwesentlicher Teil der Kunstgeschichte seit 1945 nachvollziehen.

Manfred Rennertz, Turm, 2021, Zeichnung auf Dachpappe, 185 x 40 cm

Karl Manfred Rennertz, Turm, 2021, Zeichnung auf Dachpappe,